Wie funktioniert die Höhlentherapie?

Speläotherapie heißt übersetzt Höhlentherapie und verspricht Linderung bei chronischen Lungenerkrankungen und Asthma. In feuchten Höhlen ist die relative Luftfeuchtigkeit nahe dem Sättigungsgrad. Schwebstoffe und Allergene in der Luft werden daher gebunden und schlagen sich an den feuchten Wänden nieder. In diesen Stollen findet man also allerreinste Atemluft. Luft kann umso mehr Wasserdampf aufnehmen, je wärmer sie ist. In den kühlen Stollen liegt die Temperatur zwischen 8-10°C. Obwohl die Luft fast vollständig mit Wasserdampf gesättigt ist, ist aber absolut gesehen sehr wenig Wasser in ihr. Wenn sich die Luft beim Einatmen auf 37° Körpertemperatur erwärmt, kann die Atemluft, um gesättigt zu sein, noch eine ganze Menge Wasser aufnehmen. Dieses Wasser wird nun bei der Luftpassage durch die zuführenden Atemwege aus den Schleimhäuten entzogen. Dadurch gehen die Schwellungen zurück und die Betroffenen können freier atmen.
Der Aufenthalt in natürlichen Höhlen oder in Bergwerksstollen ist vollkommen nebenwirkungsfrei.